Schulporträt
Im Jahre 2009 wurden die beiden kleinen Dorfgrundschulen in Groß Vollstedt und in Kleinvollstedt aufgrund sinkender Schülerzahlen zu einer Schule mit zwei Standorten zusammengeschlossen. Seitdem gibt es eine Schule mit zwei Standorten in den Gemeinden Groß Vollstedt und Emkendorf.
Zur Geschichte des Schulstandortes in Groß Vollstedt:
Die Geschichte der Schule lässt sich bis in das Jahr 1730 zurückverfolgen. Das Schulhaus war ursprünglich eine kleine Kate und wurde „de Schoolkaat“ genannt.
1869 wurde sie abgerissen und an ihrer Stelle wurde das alte Schulhaus an der Dorfstraße 30 errichtet. Das Gebäude steht noch heute. Zu jener Zeit war der Gutsherr von Emkendorf der Schulpatron, der für die Besetzung der Lehrerstelle zuständig war.
Schon 1918 bildete Groß Vollstedt einmal mit dem
Gut Emkendorf den Gesamtschulstandort Groß Vollstedt. Diese Regelung wurde aber wieder aufgehoben.
Seit 1974 besuchen die Kinder ab dem 5. Schuljahr die Schule in Nortorf oder andere weiterführende Schulen. Die Grundschule blieb aber weiterhin in Groß Vollstedt.
Schon in den 80iger Jahren des vergangen Jahrhunderts war der Schulstandort gefährdet. Damals wurden in den vier Jahrgängen zeitweise nur 19 Kinder unterrichtet. Die Schülerzahlen sind danach aber wieder gestiegen.
Seit 1994 kommen die Kinder aus den Gemeinden Warder hinzu.
Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen wurde im Jahre 2000 das neue, heutige Schulgebäude errichtet.
Träger dieser Grundschule ist seit 2008 der Schulverband Nortorf.
(Quelle: aus der Rede vom ehem. Bürgermeister aus Groß Vollstedt Herrn Volkmann zur Verabschiedung der Schulleiterin Frau Thomsen im Januar 2012 und dem Buch „Heimatgeschichte Groß Vollstedt“ des ehem. Lehrers W. Haan, 1929)
Zur Geschichte des Schulstandortes in Emkendorf:
Die Geschichte der Schule lässt sich bis zu ihrer Gründung im Jahre 1699 zurückverfolgen. Der damalige Gutsherr von Gut Emkendorf, Graf Rantzau, richtete in Kleinvollstedt die erste Schulklasse ein. Sein Diener, Jochen Knack, wurde zum Lehrer bestimmt.
Teile des damaligen Schulgebäudes sind noch erhalten und werden heute als Gemeindebüro genutzt.
Bis 1911 wurde das Gebäude mehrfach erweitert.
Nach Unterbrechung des Schulbetriebes während der Kriegsjahre 1939-1945 machte die Schule in Kleinvollstedt 1945 wieder auf.
Die Zusammenlegung mit einer Schule für Flüchtlingskinder in Katenstedt führte dazu, dass am heutigen Standort ein neues Schulgebäude errichtet wurde.
1959 wurde der Unterrichtsbetrieb aufgenommen.
Im Jahre 1973 kam die Turnhalle hinzu.
Ebenso wie die Schule in Groß Vollstedt wurde auch die Schule in Emkendorf 1974 zur reinen Grundschule, weil die älteren Kinder weiterführende Schulen in umliegenden, größeren Orten besuchen.
Aufgrund der steigenden Schülerzahlen mussten aber trotzdem die Räumlichkeiten erweitert werden.
Mit Beginn des Schuljahres 1996/1997 waren die neuen Schulräume bezugsfertig.
Seit 2009 ist die Grundschule in Emkendorf, die auch von Schülern der Gemeinde Bokel besucht wird, organisatorisch mit der Grundschule in Groß Vollstedt verbunden.
(Quelle: aus der Schulzeitung von März 1999 aus Anlass der 300-Jahr-Feier der Schule Emkendorf und aus der Chronik Emkendorf von Karl-Heinz Barns, 2005)

